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Lob für den Arbeitgeber

Von DAVID SCHAHINIAN

Was tun, wenn’s brennt? Die VR-Leasing-Gruppe in Eschborn lässt regelmäßig Mitarbeiter ziehen, die im Notfall auch während der Arbeitszeit ausrücken müssen. Dafür wurde sie nun als eines der ersten Unternehmen im Umkreis als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet.


Bilder >Foto: Maik Reuß

Eschborn/Frankfurt. 

Manch einer der Mitarbeiter mag am Donnerstagvormittag gestaunt haben, warum Fahrzeuge der Feuerwehr vor der Zentrale der VR Leasing in Eschborn gestanden haben – noch dazu aus Frankfurt. Ihre Kollegen Dirk Rübesamen, Kundenbetreuer, und Daniel De Marco, Referent Prozesse, wussten Bescheid. Sie engagieren sich ehrenamtlich als stellvertretender Stadtbrandinspektor und Stadtjugendfeuerwehrwart in Frankfurt. Der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands war angerückt, um ihre Chefs zu ehren. Als eines von wenigen Unternehmen im Umkreis erhielt die Eschborner VR Leasing, die zum Finanzverbund der Volks- und Raiffeisenbanken gehört, die Bundes-Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“.

Mit der Urkunde und einer Plakette, die in den Eschborner Geschäftsräumen an prominenter Stelle aufgehängt werden soll, werden Arbeitgeber gewürdigt, die ehrenamtliche Feuerwehrangehörige beschäftigen und diese bei der Ausübung ihrer Feuerwehrpflichten, beispielsweise durch Freistellungen, unterstützen. Die Hilfsbereitschaft kennt in diesem Fall keine Grenzen: Rübesamen und De Marco arbeiten zwar in Eschborn, sind aber in Nieder-Erlenbach und Fechenheim zu Hause – und damit Mitglieder des Frankfurter Wehrverbandes.

Zum Dienst in Uniform

Olaf Ziegert, der die Ehrung als Leiter IT und Betrieb bei der VR-Leasing-Gruppe entgegennahm, freute sich aus doppeltem Grund. Zum einen darüber, dass das gesellschaftliche Engagement, das mit dem Genossenschaftsgedanken in dem Unternehmen verwurzelt ist, wahrgenommen wird. Zum anderen aber auch über „die tolle Gelegenheit, die Kollegen einmal ganz anders kennenzulernen“. Sie hatten ihre Feuerwehr-Uniformen angelegt und sahen plötzlich ganz anders aus, als man sie aus dem Arbeitsalltag kennt. Eine Selbstverständlichkeit ist das Entgegenkommen des Arbeitgebers nicht, erst recht nicht heutzutage. Insbesondere Unternehmen in der Main-Metropole mit ihrer großen Bedeutung als Wirtschaftsstandort stünden unter großem Markt- und Konkurrenzdruck. Das wirke sich auch auf die Arbeitnehmer aus, die rigorose Vorgaben zu erfüllen hätten. Der Einsatz für die Wehr stoße deshalb nicht bei jedem Arbeitgeber auf Gegenliebe und werde mitunter als „persönliche Befindlichkeit“ abgetan, berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Markus Heuser.

„Kompetent und sozial“

Umso wichtiger sei es, die positiven Beispiele hervorzuheben. Von den rund 1100 Mitarbeitern der VR- Leasing-Gruppe werden derzeit sechs Kollegen regelmäßig für den Feuerwehr- und Rettungsdienst freigestellt. Auch das ist eher ungewöhnlich: „Je größer die Firma, desto größer sind in der Regel die Probleme“, wissen Stadtbrandinspektor Peter Kraft und sein Stellvertreter Rübesamen zu berichten. Andersherum gefragt: Was haben Arbeitgeber davon, Blauröcke zu beschäftigen und in Notfällen auch freizustellen?

Dem Feuerwehr-Kenner Markus Heuser fallen gleich mehrere Argumente ein: „Die Mitarbeiter zeichnen sich durch ein hohes Maß an Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Und sie haben gelernt, über den Tellerrand zu schauen.“ Das seien alles Kompetenzen, die sie für ihre ehrenamtliche Arbeit beherrschen müssen, und die auch für Unternehmen von wirtschaftlicher Bedeutung sind.

„Gefühl der Sicherheit“

Und was sagt Olaf Ziegert aus Arbeitgebersicht? Er blickt auf die feuerrote Plakette und fügt mit einem Lachen an: „Jedem, der zu uns kommt und sie sieht, wird damit gleich ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.“

Quelle: FNP - Höchster Kreisblatt - 09.01.2016 - http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Lob-fuer-den-Arbeitgeber;art676,1790952.