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  Erstes Resümee:

Werkfeuerwehrausbildung bei der Feuerwehr Frankfurt am Main

Erstes Resümee: Werkfeuerwehrausbildung bei der Feuerwehr Frankfurt am Main

(at/am) Seit September 2017 werden elf junge Menschen zwischen 17 und 21 Jahren erstmals im Berufsbild Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann bei der Feuerwehr Frankfurt am Main ausgebildet. Zeit um ein erstes Resümee zu ziehen. Unsere Praktikantin Anna hat zwei von ihnen interviewt.

„Bis jetzt ist viel passiert“, berichten die zwei Werkfeuerwehrazubis Ann Kathrin Michel und Marcel Dräger. Die Ausbildung ist zweigeteilt und besteht aus einer technischen Berufsausbildung sowie einer Feuerwehrausbildung. Beide Abschnitte dauern jeweils 18 Monate und schließen jeweils mit einer Prüfung ab. Ausgebildet werden die Werkfeuerwehrazubis an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel, im Berufs- und Technologiezentrum in Weiterstadt, an der Werner-Heisenberg Berufsschule in Rüsselsheim und natürlich an den verschiedenen Standorten der Feuerwehr Frankfurt. So wird den Auszubildenden ein vielseitiger Einblick in die Tätigkeitsfelder der Feuerwehr gegeben.

Nach den ersten Einblicken in die feuerwehrtechnische Berufsausbildung sind die Werkfeuerwehrazubis Michel und Dräger immer noch sicher die richtige Ausbildung begonnen zu haben. Nach einem kurzen Kennenlernen der verschiedenen Abteilungen und Werkstätten der Feuerwehr Frankfurt, ging es für die elf Auszubildenden ins Berufs- und Technologiezentrum nach Weiterstadt zur Schulung in Metallverarbeitung, Elektrotechnik und Holzverarbeitung. Dazwischen erfolgte ein Block in der Berufsschule. Danach ging es weiter nach Kassel an die Landesfeuerwehrschule. Dort standen rechtliche Grundlagen und die weitere Verbesserung der körperlichen Fitness auf dem Programm. Der Bezug zur Feuerwehr, das bestätigen beide Auszubildenden, sei bis jetzt in allen Ausbildungsabschnitten deutlich erkennbar gewesen. So sind beispielsweise die Schwerpunkte in der handwerklichen Ausbildung klar auf feuerwehrtechnische Bedürfnisse zugeschnitten. In den meisten Fällen geht es darum schnelle Eingriffsmöglichkeiten auf zu zeigen, wie z.B. ein Wasserrohr schnell abgeklemmt wird. Daneben setzten sich die Azubis mit einsatzrelevanten handwerklichen Spezifika auseinander. „Es geht nicht darum wie baut der Maurer die schönste Mauer“, führt Dräger aus, „sondern was können wir damit für unseren Feuerwehralltag anfangen.“

Auf die leichte Schulter können die Werkfeuerwehrazubis die Ausbildung nicht nehmen. Die langen Arbeitstage (im Berufs- und Technologiezentrum in Weiterstadt beginnen die Tage um 7:10 Uhr und enden um 16:30 Uhr) und vor allem die hohe Unterrichtsstoffdichte verlangen ihnen einiges ab.

Ein weiteres Highlight der ersten Monate war auf jeden Fall für Michel und Dräger die Kursfahrt nach Weilburg. Bei verschiedenen teambildenden Maßnahmen konnten sich die elf Azubis kennen lernen und bereits zu einem Team zusammenwachsen. Mit einem klaren „Ja!“ antworteten die Beiden auf die Frage, ob sie nochmal mit der Ausbildung anfangen würden. Die ersten Monate hätten gezeigt, wie vielfältig und spannend die Ausbildung ist und mit dem Team und den Ausbildern ist das eine gute Mischung. Allen kommenden Bewerbern rät Michel: „Macht auf jeden Fall Sport und trainiert für den Sporttest, denn am Ende der Treppe wartet vielleicht die Ausbildung auf Euch!“.


Hintergrund zur Werkfeuerwehrausbildung bei der Feuerwehr Frankfurt am Main:
Ziel dieses Ausbildungsgangs ist der direkte Übergang von der Schule in die Feuerwehrausbildung ohne vorher eine Berufsausbildung abgeschlossen zu haben. Anwärter mit Berufsausbildung können in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst einsteigen. Für die Werkfeuerwehrausbildung ist mindestens der Hauptschulabschluss notwendig.

Die Ausbildung ist zweigeteilt und gliedert sich in folgende Abschnitte:
In dem ersten Teil der Ausbildung, der technischen Berufsausbildung, steht das Kennenlernen und Erwerben handwerklicher Fähigkeiten im Mittelpunkt. Die Azubis erhalten feuerwehrbezogen Einblick in die Gewerke Holz-und Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Sanitär-, Heizungs- und klimatechnische Anlagen. Zudem sind Kommunikation und Arbeitsorganisation sowie Sicherheit und Umweltschutz noch weiterer Schwerpunkt. In der Zwischenprüfung werden in einem schriftlichen und einem handwerklichen Teil die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten abgefragt. Außerdem müssen die Werkfeuerwehrazubis in dieser Zeit auch noch die Führerscheinprüfung für die Klasse CE ablegen.

Im zweiten Teil der Ausbildung, der Feuerwehrausbildung, liegt dann der Schwerpunkt in der Feuerwehrgrundausbildung. In diesem Abschnitt lernen die Azubis in verschiedenen Lehrgängen im Feuerwehr- und Rettungstrainingscenter (FRTC) der Feuerwehr Frankfurt, wie z.B. dem Atemschutzgeräteträgerlehrgang, der Sprechfunkausbildung und der Ausbildung an der Motorsäge, den richtigen Umgang mit feuerwehrtechnischem Gerät und erhalten Einblick in spezielle Aufgabengebiete, wie Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung bei Bahneinsätzen und die technische Hilfeleistung bei Hoch- und Tiefbauunfällen. Neben der feuerwehrspezifischen Ausbildung durchlaufen die Werkfeuerwehrazubis in dieser Zeit auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Im zweiten Teil müssen die Azubis auch an ihrer persönlichen Fitness arbeiten und das Deutsche Sportabzeichen sowie ein Rettungsschwimmerzeugnis ablegen.

Mehr zu unserer Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann