Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main 1869 e.V.

„Unser Ziel heißt Innovation!“

"Immer noch eins der schlagkräftigsten Boote seiner Art" - Das Frankfurter Feuerlöschboot wird 50

Frankfurt am Main (ots) (aw) Im September 1970 nahm das Feuerlöschboot (FLB) in Frankfurt am Main seinen Dienst auf. Viele dürften das rot-weiße Boot mit seinen imposanten Wasserfontänen vor allem von Veranstaltungen kennen. Dabei hat das FLB im vergangenen halben Jahrhundert bei etlichen Einsätzen eine entscheidende Rolle gespielt und hat bis heute eine wichtige Funktion. Weil sich die Stadt verändert und weil es immer schwerer wird, Ersatzteile zu finden, denkt man im Jahr des Jubiläums auch über die Zukunft des Oldtimers nach.

Um kurz nach sieben an einem Julimorgen in diesem Sommer an der Niederräder Anlegestelle legt die Besatzung routiniert Rettungswesten und letzte Handgriffe an. Sie machen sich und das Frankfurter Feuerlöschboot, kurz FLB genannt, fertig zur Ausbildungsfahrt, "bergauf", bis Seligenstadt. Mit tiefem Grollen erwachen die beiden Hauptmaschinen, zwei Leinen werden noch gelöst und dann wird das rund 30 Meter lange, sechseinhalb Meter breite und schon unzählige Mal rot-weiß gestrichene Frankfurter Feuerlöschboot mit seinen beeindruckenden Wasserkanonen behutsam vom Steg gesteuert.

"FLB 41/77-1 zur Streckenkunde unterwegs, flussaufwärts", gibt Dennis Windgass, der junge Oberbrandmeister vom Steuerstand aus per Funk an die Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt durch: "Damit die Kollegen für den Alarmfall wissen, dass das Boot unterwegs ist". Das Doppelschraubenschiff mit rund 1.400 PS arbeitet sich in den nächsten Stunden Mainkilometer für Mainkilometer und Staustufe für Staustufe den Fluss hoch. Wer gerade nicht als Steuermann - unterstützt von Radar, Flusskarte und Ausbilder - durch die Fahrrinne lenkt, ist an Deck und prägt sich Streckenabschnitte, Häfen, Industrieanlagen ein und hilft als Decksmann beim Schleusen.

Das Einsatzgebiet des Feuerlöschboots erstreckt sich jenseits des Stadtgebiets bis Ginsheim-Gustavsburg an der Rheinmündung, in die andere Richtung ging es bis vor kurzem bis zur bayrischen Landesgrenze. Seit zwei Jahren hat Hanau ein etwas kleineres Hilfeleistungslöschboot (HLB). Wenn das gewartet wird, oder Unterstützung braucht, ist das größere Frankfurter Feuerlöschboot aber doch immer wieder gefragt. "Die Einsätze sind nicht sehr häufig, aber wenn es drauf ankommt, ist das FLB unersetzlich", erklärt Dennis Windgass. Der 31-jährige Feuerlöschbootmaschinist gehört seit fünf Jahren zur Springer FLB-Besatzung. Das Boot wird von den Dienstgruppen der Wache 41 in Niederrad in Springerfunktion erst ab dem Moment besetzt, in dem es alarmiert wird.

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