Kreisfeuerwehrverband
Frankfurt am Main 1869 e.V.

„Unser Ziel heißt Innovation!“

*** ERGÄNZUNG: Offizielle Info zu Angriffen auf (Feuerwehr)Einsatzkräfte in Frankfurt am Main ***

Gewalt gegen Einsatzkräfte: Nachtrag zur Einsatzbilanz Silvester der Branddirektion Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (ots)

In der Silvesternacht ist es in Frankfurt zu Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen. Insgesamt wurden elf Vorfälle gemeldet. Drunter war in sechs Fällen ein Beschuss mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte und Rettungsfahrzeuge erfolgt. Körperliche Gewalt war in drei Fällen erfolgt. Neben weiteren Beleidigungen und Beschimpfungen fand in zwei Fällen ein Angriff auf Rettungsmittel statt.

Besonders gravierend war ein Angriff auf ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes im Bericht der Innenstadt während eines Einsatzes: Unweit des Eisernes Stegs in der Frankfurter Innenstadt wurden zwei Rettungssanitäter des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) Frankfurt tätlich angegriffen. Eine größere Menschengruppe hinderte sie während einer Fahrt zu einem Einsatz mit einem Notfall-Krankentransportwagen (N-KTW) durch Einsatz von Gewalt am Weiterfahren. Die Gruppe hielt das DRK Fahrzeug auf, um auf eine weitere verletzte Person aufmerksam zu machen. Anstatt den Anweisungen der Rettungsdienstmitarbeiter Folge zu leisten, verschafften sich einige Personen gewaltsamen Zugang zum Behandlungsraum des Fahrzeugs und beschädigten es durch Schläge und Tritte, rissen Spiegel und Nummernschild ab, griffen darüber hinaus den Rettungssanitäter tätlich an und verletzten ihn. Nachdem der Rettungssanitäter aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, um zum Behandlungsraum des Fahrzeugs zu gelangen, wurde er durch einen Tritt in den Rücken verletzt, gegen das Fahrzeug gestoßen, am Kopf verletzt und fiel zu Boden. Die Personen verlangten, eine Verletzte ins Krankenhaus zu bringen. Der beschädigte N-KTW fuhr die Frau zu einem umliegenden Krankenhaus und wurde dabei mit Pyrotechnik beschossen. Die DRK Mitarbeiter wurden im Krankenhaus untersucht, die Rückenverletzung des Kollegen bedarf der weiteren Abklärung. Der ursprüngliche Einsatzauftrag musste von anderen Einheiten übernommen werden.

"Ich verurteile diese Gewalt aufs Schärfste. Wer Einsatzkräfte angreift, greift unsere Solidargemeinschaft an. Ich hoffe die Polizei kann die Täter ausfindig machen. Ein solches Verhalten muss mit klaren Konsequenzen geahndet werden", sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

"Für eine Minderheit ist enthemmte Gewalt gegen Einsatzkräfte scheinbar akzeptabel. Wir müssen dringend schärfere und wirksame Werkzeuge finden diesem Verhalten etwas entgegenzusetzen und unsere Einsatzkräfte zu schützen!", sagt Sicherheits- und Ordnungsdezernentin Annette Rinn.

Rückfragen bitte an:

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-> Dazu auch ein Beitrag des Hessischen Rundfunks (hr) vom 01.01.2026:

https://www.hessenschau.de/panorama/silvester-bilanz-in-hessen-feuerwerk-angriffe-auf-einsatzkraefte-und-braende-v13,silvester-bilanz-106.html

 

Ergänzung Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e.V.: "Der Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e.V. verurteilt ein solch` assoziales und demokratiegefährdendes Fehlverhalten einiger Teile der Gesellschaft auf das Schärfste und bedankt sich ausdrücklich für die schnelle und eindeutige Positionierung und Unterstützung unseres Oberbürgermeisters Mike Josef und unserer zuständigen Dezernentin für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz Annette Rinn. Die Täter müssen hart zur Rechenschaft gezogen werden, denn der Perversität manchen Fehlhandelns sind offenbar keine geeigneten Grenzen gesetzt. Wir wünschen den betroffenen verletzten Kameraden eine schnelle und gute Besserung", so der KFV-Pressesprecher Dr. h.c. Markus Heuser.

WIR STEHEN IN GESCHLOSSENEN REIHEN FEST ZUSAMMEN !

Danke an alle Einsatzkräfte Silvester 2025

*** Offizielle Einsatz-Bilanz Silvester 2025 ***

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst stiegen weiter an, bei der Feuerwehr blieben diese auf einem hohen Niveau konstant

Frankfurt am Main (ots)

Die Branddirektion Frankfurt am Main verzeichnete in der einsatzstärksten Nacht des Jahres in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr insgesamt 555 Einsätze; davon 166 Brände, 11 Hilfeleistungen und 269 Rettungsdiensteinsätze.

Zum Jahreswechsel 2024 / 2025 waren es zwischen 20 Uhr und 6 Uhr noch 499 Einsätze - (245 Rettungsdienst, 167 Brände und 15 Hilfeleistungen). Die Zahlen im Rettungsdienst stiegen damit weiter an, im Bereich der Feuerwehr blieb es auf nahezu dem Gleichen Niveau, hier waren jedoch keine besonders bemerkenswerten größeren Einsätze zu vermelden.

Wie in den Vorjahren kam es zu größeren Ansammlungen von Personen in den Bereichen Römerberg, Opernplatz, Hauptwache, Zeil und am Mainufer. Während es tagsüber im Stadtgebiet noch ruhig war, stiegen die Tätigkeiten der Rettungseinheiten in den Abendstunden stark an. Ab 20 Uhr war der silvesterbedingte Anstieg der Einsatzzahlen durch Feuerwerk, Rauch und Brände spürbar. Im Zeitraum bis Mitternacht waren 29 Brandeinsätze zu bearbeiten. Im Zeitraum zwischen Mitternacht und 2 Uhr waren es 135 Brandeinsätze.

Die Kräfte der Feuerwehr waren hauptsächlich durch viele kleine Brände beschäftigt. Am häufigsten wurde die Feuerwehr zu Bränden von Papierkörben, Müllbehältern, Altkleidungscontainern, Unrat, Gestrüpp oder Hecken gerufen. In dieser Nacht konnten 127 Einsätze mit einer geringen Zahl von Einsatzkräften bekämpft werden. 18 Einsätze erforderten ein größeres Einsatzkräfteaufgebot, zudem hatten 21 automatische Brandmeldeanlagen ausgelöst.

Die größten Brandeinsätze waren vier Brände auf Balkonen in den Stadteilen Schwanheim, Bornheim, Frankfurter Berg und Praunheim. Ein Übergreifen auf Wohnungen oder weitere Gebäudeteile konnte durch frühes Eingreifen der Bewohner und der Einsatzkräfte verhindert werden.

Vereinzelt kam es im Bereich von Straßenzügen zu Brandserien, oder zu mehreren Brandereignissen auf engem Raum. An einigen Stellen wurde Unrat aufgehäuft und ein Vorgehen der Retter war nur gemeinsam mit der Polizei möglich. Leider kam es an einigen wenigen Stellen auch zu Angriffen auf die Rettungskräfte. So wurde ein Rettungswagen des DRK angegriffen und beschädigt, ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurde hierbei verletzt. Mehrfach kam es vor, dass Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen wurden.

Im Rettungsdienst fand die Hauptauslastung ab 23 Uhr statt, mit einem Schwerpunkt gegen 1 Uhr morgens. Die Einsätze verteilten sich flächendeckend über die gesamte Stadt. Es handelte sich dabei überwiegend um chirurgische Verletzungen sowie medizinische Notfälle im Zusammenhang mit Alkohol, sowie hilflose Personen und Verletzungen durch Pfefferspray.

Die Vorplanung der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen für die einsatzstarke Silvesternacht hat sich als passend herausgestellt. Die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr als Notrufstelle der 112 erhöhte die Personalvorhaltung von üblicherweise 20 auf 26 Mitarbeitende. Auf den Feuerwachen wurden zusätzliche Einsatzführungsdienste vorgehalten. Um die Verfügbarkeit von Löschwasser, Atemschutzausstattung und Gerätschaften für technische Hilfeleistungen zu erhöhen, wurde eine feste Besetzung von Sonderfahrzeugen durchgeführt. Zudem stellte die Feuerwehr zwei zusätzliche Rettungswagen in Dienst. Ebenso haben die Rettungsdienstorganisationen ihre Vorhaltung an Einsatzmitteln erhöht, so dass mehr Rettungsdiensteinheiten im Stadtgebiet verfügbar waren. Auf dem Main wurde die Wasserrettung durch die DLRG mit zwei Einsatzbooten und durch die Feuerwehr mit dem Rettungsschnellboot sichergestellt.

Durch eine Vielzahl der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet wurde eine Alarmbereitschaft am Standort durchgeführt um bei Einsätzen so schnell wie möglich zum Einsatz ausrücken zu können. Durch diese zahlenmäßige Erhöhung der Vorhaltung war es stets möglich an der Vielzahl gleichzeitiger Einsatzstellen verzögerungsfrei vor Ort zu sein. Verkehrsbehinderungen gab es kurz vor Mitternacht und 1 Uhr über die Mainbrücken, hier war teilweise kein Überqueren des Flusses möglich.

Zahl der Einsätze der Vorjahre in der Sonderbetriebsphase Silvester: (die Zeiten waren in den Jahren leicht unterschiedlich) 2022/2023 von 20 bis 5 Uhr: 232 Rettungsdienst- und 146 Feuerwehreinsätze 2023/2024 von 20 bis 5 Uhr: 216 Rettungsdienst- und 165 Feuerwehreinsätze 2024/2025 von 20 bis 6 Uhr: 245 Rettungsdienst- und 182 Feuerwehreinsätze (167 Brände und 15 Hilfeleistungen) 2025/2026 von 19 bis 6 Uhr: 269 Rettungsdienst- und 177 Feuerwehreinsätze (166 Brände und 11 Hilfeleistungen)

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