Gewalt gegen Einsatzkräfte: Nachtrag zur Einsatzbilanz Silvester der Branddirektion Frankfurt am Main
Frankfurt am Main (ots)
In der Silvesternacht ist es in Frankfurt zu Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen. Insgesamt wurden elf Vorfälle gemeldet. Drunter war in sechs Fällen ein Beschuss mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte und Rettungsfahrzeuge erfolgt. Körperliche Gewalt war in drei Fällen erfolgt. Neben weiteren Beleidigungen und Beschimpfungen fand in zwei Fällen ein Angriff auf Rettungsmittel statt.
Besonders gravierend war ein Angriff auf ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes im Bericht der Innenstadt während eines Einsatzes: Unweit des Eisernes Stegs in der Frankfurter Innenstadt wurden zwei Rettungssanitäter des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) Frankfurt tätlich angegriffen. Eine größere Menschengruppe hinderte sie während einer Fahrt zu einem Einsatz mit einem Notfall-Krankentransportwagen (N-KTW) durch Einsatz von Gewalt am Weiterfahren. Die Gruppe hielt das DRK Fahrzeug auf, um auf eine weitere verletzte Person aufmerksam zu machen. Anstatt den Anweisungen der Rettungsdienstmitarbeiter Folge zu leisten, verschafften sich einige Personen gewaltsamen Zugang zum Behandlungsraum des Fahrzeugs und beschädigten es durch Schläge und Tritte, rissen Spiegel und Nummernschild ab, griffen darüber hinaus den Rettungssanitäter tätlich an und verletzten ihn. Nachdem der Rettungssanitäter aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, um zum Behandlungsraum des Fahrzeugs zu gelangen, wurde er durch einen Tritt in den Rücken verletzt, gegen das Fahrzeug gestoßen, am Kopf verletzt und fiel zu Boden. Die Personen verlangten, eine Verletzte ins Krankenhaus zu bringen. Der beschädigte N-KTW fuhr die Frau zu einem umliegenden Krankenhaus und wurde dabei mit Pyrotechnik beschossen. Die DRK Mitarbeiter wurden im Krankenhaus untersucht, die Rückenverletzung des Kollegen bedarf der weiteren Abklärung. Der ursprüngliche Einsatzauftrag musste von anderen Einheiten übernommen werden.
"Ich verurteile diese Gewalt aufs Schärfste. Wer Einsatzkräfte angreift, greift unsere Solidargemeinschaft an. Ich hoffe die Polizei kann die Täter ausfindig machen. Ein solches Verhalten muss mit klaren Konsequenzen geahndet werden", sagt Oberbürgermeister Mike Josef.
"Für eine Minderheit ist enthemmte Gewalt gegen Einsatzkräfte scheinbar akzeptabel. Wir müssen dringend schärfere und wirksame Werkzeuge finden diesem Verhalten etwas entgegenzusetzen und unsere Einsatzkräfte zu schützen!", sagt Sicherheits- und Ordnungsdezernentin Annette Rinn.
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-> Dazu auch ein Beitrag des Hessischen Rundfunks (hr) vom 01.01.2026:
Ergänzung Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e.V.: "Der Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e.V. verurteilt ein solch` assoziales und demokratiegefährdendes Fehlverhalten einiger Teile der Gesellschaft auf das Schärfste und bedankt sich ausdrücklich für die schnelle und eindeutige Positionierung und Unterstützung unseres Oberbürgermeisters Mike Josef und unserer zuständigen Dezernentin für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz Annette Rinn. Die Täter müssen hart zur Rechenschaft gezogen werden, denn der Perversität manchen Fehlhandelns sind offenbar keine geeigneten Grenzen gesetzt. Wir wünschen den betroffenen verletzten Kameraden eine schnelle und gute Besserung", so der KFV-Pressesprecher Dr. h.c. Markus Heuser.


