Kreisfeuerwehrverband
Frankfurt am Main 1869 e.V.

„Unser Ziel heißt Innovation!“

*** LFV-Führung wiedergewählt ***

Stark, engagiert, zukunftsorientiert: Norbert Fischer erneut zum Präsidenten gewählt!

Mit richtungsweisenden Entscheidungen, bestätigter Verbandsführung, einem neuen Erscheinungsbild und Auszeichnung verdienter Kameraden hat der Landesfeuerwehrverband Hessen bei seiner 72. Verbandsversammlung in Frankenberg (Eder) ein klares Signal für die Weiterentwicklung des hessischen Feuerwehrwesens gesetzt. Die Versammlung machte deutlich, wie breit aufgestellt die Ziele sind und wie konsequent der Verband zentrale Zukunftsfragen gestaltet.

Foto: Hess. Staatskanzlei

Aktuelles Thema im Fokus: Gewalt gegen Einsatzkräfte

Bereits am Vormittag stand mit dem Fachvortrag „Gewalt gegen Einsatzkräfte in den Berliner Silvesternächten“ ein hochaktuelles Thema auf dem Programm. Referent war Leitender Branddirektor Arvid Graeger von der Berliner Feuerwehr. Er zeigte eindrücklich, wie sich Gewaltlagen verändern und welche Konsequenzen sich daraus für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und gesellschaftliche Verantwortung ergeben. 

Austausch am Vorabend stärkt Zusammenarbeit

Schon am Vorabend der Verbandsversammlung hatten die Stadt Frankenberg (Eder), der Kreisfeuerwehrverband Waldeck-Frankenberg sowie der Landesfeuerwehrverband Hessen zum Austausch eingeladen. Führungskräfte, Partner und Gäste nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche. Dieser direkte Dialog bleibt eine wichtige Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens.

Politik würdigt Engagement der Feuerwehren

Um 13:00 Uhr eröffnete Präsident Norbert Fischer die Verbandsversammlung. Zu den Gästen zählten unter anderem Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sowie Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck. In seiner Ansprache machte Ministerpräsident Rhein deutlich, welchen unverzichtbaren Beitrag die Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung und das Funktionieren des Gemeinwesens leisten. Er drückte in Frankenberg seine große Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehren aus, indem er sagte: „Die Aufgabe ist eine der wichtigsten, die es gibt. Denn die Feuerwehr gibt den Menschen die Gewissheit, dass im Notfall immer Hilfe kommt. Und das rund um die Uhr – im Ehrenamt und im Hauptamt. Das ist beeindruckend, dafür danke ich unseren Feuerwehrangehörigen herzlich. Wir stehen hinter unseren Einsatzkräften. Die Feuerwehren können sich auf die Rückendeckung und Unterstützung der Landesregierung verlassen.“

Neuwahlen: Vertrauen in erfahrene Führung

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die turnusmäßigen Neuwahlen. Wiedergewählt wurden Präsident Norbert Fischer (Hochtaunuskreis), Vizepräsident Dr. Christoph Weltecke (Landkreis Waldeck-Frankenberg), Vizepräsident Horst Friedrich (Odenwaldkreis), Landesfrauensprecherin Karin Plehnert-Helmke (Schwalm-Eder-Kreis) sowie Sozialreferent Friedrich Schmidt (Kreis Groß-Gerau).

Kraft Amtes gehören weiterhin dem Präsidium an: Gerhard Biederbick (BFV Kurhessen-Waldeck), Heiko Schecker (BFV Hessen-Darmstadt), Peter Hermann (Nassauischer Feuerwehrverband), Dr. Andreas Adams (stellv. Landesjugendfeuerwehrwart), Dirk Bamberger (Landesstabführer), Markus Röck (AGBF), Peter Traudes (Werkfeuerwehrverband Hessen e. V.) sowie Landesgeschäftsführer Jason Freeman. Das Präsidium steuert die inhaltliche und strategische Arbeit des Verbandes und trifft die wesentlichen Entscheidungen für die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens in Hessen. In seiner Zusammensetzung vereint es unterschiedliche fachliche Perspektiven aus allen Bereichen und Ebenen. Damit steht es für ein starkes Fundament, breite Expertise und eine enge Verzahnung innerhalb des hessischen Feuerwehrwesens.

Jahresbericht: Fortschritte, Verantwortung und klare Perspektiven

In seinem Jahresbericht blickte Präsident Norbert Fischer auf ein Jahr mit wichtigen Entscheidungen und spürbaren Fortschritten zurück. „Das Jahr 2025 war geprägt von bedeutenden Entwicklungen. Wir haben zentrale Projekte umgesetzt, Strukturen weiterentwickelt und wichtige Grundlagen für die Zukunft unseres Feuerwehrwesens geschaffen“, so Fischer.

Besonders betonte er die Stärke der Gemeinschaft und die Rolle des Verbandes als Interessenvertretung: „Unsere Feuerwehren stehen für Verlässlichkeit, für Zusammenhalt und für Verantwortung. Diese Werte tragen unser Handeln und machen uns als Organisation stark, heute und in Zukunft.“

Nachwuchsarbeit und Werte im Mittelpunkt

Mit über 70.000 aktiven Einsatzkräften sowie mehr als 18.500 Kindern und über 26.000 Jugendlichen verfügt Hessen über eine der stärksten Feuerwehrstrukturen in Deutschland. Dabei geht es um weit mehr als Nachwuchsgewinnung. Themen wie Demokratie, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung sind fest verankert. Initiativen wie „Feuerwehr ist WERTvoll“ sowie Projekte gegen Extremismus und Antisemitismus zeigen diese klare Haltung.

Ein bedeutender Schritt steht zudem unmittelbar bevor: Die Zusammenführung von Kinder- und Jugendfeuerwehr in eine gemeinsame Organisation innerhalb des Verbandes Ende Mai. Damit werden Strukturen gestärkt und die Nachwuchsarbeit strategisch weiterentwickelt.

Modernisierung und Weiterentwicklung

Das vergangene Jahr war auch geprägt von strukturellen Fortschritten. Dazu zählen unter anderem die Weiterentwicklung der Landesfeuerwehrschule, moderne Ausbildungsansätze, Erhöhung der Altersgrenze im Feuerwehrdienst, Öffnung der Farbe der Einsatzkleidung, sowie intensive Arbeit am Bürokratieabbau. Der Landesfeuerwehrverband Hessen hat diese Entwicklungen aktiv begleitet und in vielen Bereichen maßgeblich mitgestaltet.

Neues Erscheinungsbild vorgestellt

Ein sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung des Verbandes ist das neue Erscheinungsbild des Landesfeuerwehrverband Hessen. Im Rahmen der Verbandsversammlung wurde das neu entwickelte Corporate Design mit überarbeitetem Logo offiziell vorgestellt. Es steht für einen modernen, klaren und zukunftsorientierten Auftritt des Verbandes. Die feierliche Übergabe erfolgte durch den Geschäftsführer des Medienpartners Veritas Medien, Heiko Hahnenstein.

Ehrungen für langjähriges Engagement

Ein besonderer Bestandteil der Versammlung waren die Ehrungen verdienter Persönlichkeiten:

Mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Silber wurden Lars Schäfer, Jens Orth, Karl-Heinz Ladwig und Andreas Pittner ausgezeichnet. Die Ehrenmedaille in Gold erhielten Günter Fenchel sowie Dr. Michael Horn. Darüber hinaus wurde Gerhard Biederbick mit der Ehrenmedaille der Hessischen Feuerwehrmusik geehrt. Norbert Fischer erhielt die Medaille „Dank und Anerkennung“ des Deutschen Feuerwehrverbandes in Gold. Weiterhin wurden zwei Unternehmen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg mit der Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“ gewürdigt.

Starkes Signal für die Zukunft

Die 72. Verbandsversammlung hat gezeigt, dass das hessische Feuerwehrwesen stabil aufgestellt ist und sich gleichzeitig konsequent weiterentwickelt. Mit bestätigter Verbandsführung, klaren inhaltlichen Positionen, moderner Ausrichtung und starkem Engagement setzt der Landesfeuerwehrverband Hessen seinen Kurs fort. Ziel bleibt es, die Feuerwehren in Hessen nachhaltig zu stärken und die Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit weiter zu verbessern.

„Wir müssen alles können“

MONTAGSINTERVIEW

Dirk Rübesamen über Herausforderungen der Freiwilligen Feuerwehr

Dirk Rübesamen war 15 Jahre in der stadtweiten Führung der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, zuletzt zehn Jahre als Stadtbrandinspektor, und setzte sich besonders für die engere Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr ein. © Rainer RüfferFrankfurt – Dirk Rübesamen (61) war zehn Jahre lang Leiter der Freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt. Als Stadtbrandinspektor hat er sich um die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr bemüht. Redakteur Thomas J. Schmidt hat mit Rübesamen über sein Amt gesprochen, das er beim jüngsten Kreisfeuerwehrtag aufgegeben hat.

Hier im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr hängen Knoten. Das gehört auch dazu?

Wir müssen im Einsatz auch Knoten können, die können wir hier üben.

Nieder-Erlenbach ist ihre Heimatwehr. Ist diese Feuerwehr groß?

Wir haben 26 Aktive. Dazu 15 in der Jugend, 20 in der Minifeuerwehr, fünf Senioren und etwa 200 Mitglieder insgesamt.

Das heißt, Sie haben in Nieder-Erlenbach kein demographisches Problem?

Nein, Nieder-Erlenbach ist ein kinderreicher Ort. Wenn die Jugendlichen älter werden, können sie mit 16 oder 17 schon in die aktive Einheit reinschnuppern.

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Frohe Ostern

Ostergrüße 2026

Große Party rund ums neue Gerätehaus

Feuerwehr Griesheim freut sich auf die Tage der offenen Tür Ende Mai

Die Tage der offenen Tür vom Samstag, 30. Maibis Sonntag, 31. Mai, dominierten als Gesprächsstoff die vom Vereinsvorsitzenden Heiko Kreuz und Wehrführer Lucas Sattler geleitete Jahreshauptversammlung im neuen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Griesheim. An diesen Tagen wird auch das 135-jährige Bestehen der 1881 in der damals selbstständigen Gemeinde Griesheim gegründeten Feuerwehr gefeiert werden. Zugleich haben die Griesheimer Gelegenheit, das neue Feuerwehrgerätehaus zu besichtigen und kennenzulernen.

Der Samstag beginnt um 15 Uhr mit der Öffnung des Biergartens, ab 18 Uhr Live-Musik mit der Band „Die Äppel-Quetscher”. Der Sonntag startet um 10.30 Uhr mit einem Frühschoppen, der in einen Familientag übergeht. Die Blaulichtmeile bietet Fahrzeuge, Technik und Informationen. Attraktive Schauübungen geben Einblick in die Einsatztätigkeit der Feuerwehr. Ein Kuchenbüfett wird den Sonntag abrunden und die Tage der offenen Tür am Nachmittag ausklingen lassen.

Vereinsvorsitzender Heiko Kreuz: „Wir freuen uns schon sehr darauf, den Griesheimerinnen und Griesheimern das neue Gerätehaus im Mai zu zeigen. Dafür planen wir das größte Fest der Feuerwehr Griesheim, das es seit vielen Jahren gegeben hat.”

Wehrführer Lucas Sattler ist zufrieden mit der im Jahr 2025 geleisteten Arbeit. Rund 1.500 Stunden wurden für Einsatz- und Übungsdienste aufgewandt. Sein Dank geht an die Einsatzabteilung, die Alters- und Ehrenabteilung und die fördernden Mitglieder und die Vereinsmitglieder. „Alle tragen dazu bei, dass es bei uns so gut läuft“, so Lucas Sattler. Das spiegelt sich auch darin wider, dass die Einsatzabteilung von 31 auf 34 Feuerwehrleute zugenommen hat. Im Jahr 2025 gab es 37 Alarmierungen. Der Brand des Heizkraftwerks West in der Gutleutstraße und brennende Heuballen in Nied waren nennenswerte Einsätze im letzten Jahr.

Die offizielle Einweihungsfeier des neuen Gerätehauses im Oktober 2025 war für Sattler ein prägendes Erlebnis. „Wenn überhaupt, darf man den Neubau des eigenen Gerätehauses und die Einweihung nur einmal im Feuerwehrleben miterleben. Als zum ersten Mal die Fahrzeuge in der Halle standen, war es ein unbeschreibliches Gefühl“, so der Griesheimer Wehrführer. Die Anwesenheit der Frankfurter Dezernentin für Brandschutz, Annette Rinn (FDP) und des Amtsleiters der Branddirektion, Markus Röck, waren ein würdiger Rahmen für diesen Meilenstein in der Geschichte der Griesheimer Feuerwehr.

Den Jahresabschluss bildete die gemeinsame Silvesterbereitschaft auf der neuen Wache – ein symbolischer und zugleich passender Abschluss eines ereignisreichen Jahres, das ganz im Zeichen des Übergangs, der Weiterentwicklung und insbesondere der Rückkehr nach Griesheim stand, so Lucas Sattler.

In seinem Bericht sagte Jugendwart Ali Baghani, dass sich die Jugendfeuerwehr (JF) auch während der Zeit der Auslagerung gut entwickelt habe. Zum Jahresende 2025 gehörten 26 Jugendliche der Griesheimer JF an. Besonders gefiel Ali Baghani, dass die Ideen und Vorschläge der JF im Verein bereitwillig aufgenommen wurden und auch bei Veranstaltungen im Stadtteil verwirklich werden konnten. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung wird auch viel Wert auf gemeinschaftliche Veranstaltungen wie Eislaufen und die Teilnahme an Zeltlagern und Ausflügen gelegt. Das Zeltlager bei der befreundeten Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler im Saarland hat allen, Teilnehmern und Betreuern, viel Spaß und Freude bereitet. Sehr froh ist Jugendwart Baghani darüber, dass nun sechs Personen zuverlässig im Betreuerteam engagiert sind. RED

Eindrücke vom Kreisfeuerwehrverbandstag 2026

Frankfurt-Harheim. - Hier aktuelle Impressionen vom Kreisfeuerwehrverbandstag am 14. März 2026 in Frankfurt-Harheim.